Der Grappa und die Distilleria Marzadro

Familie Marzadro und die spannende Geschichte ihrer Destillerie

Grappa ist der Klassiker unter den hochprozentigen italienischen Spirituosen. Und er schmeckt nicht nur nach dem Essen sehr gut! Doch wer weiß schon, wie Grappa eigentlich hergestellt wird, wieviel Mühe und Leidenschaft es braucht, bis die Qualität stimmt.

Wieviel Zeit in einen wirklich schmackhaften Grappa gesteckt werden muss, wieviel Hingabe und Wissen in diesem Getränk steckt, das wissen die wenigsten.

Was ist Grappa?

Das Wort Grappa meint einen sogenannten „Tresterbrand“. Er entsteht als Destillat aus den Rückständen bei der Weinherstellung, aus den Schalen der Trauben, den „Trestern“. Nur italienische Tresterbrände dürfen Grappa genannt werden.

Wie entsteht Grappa?

Dafür gibt es in Italien feste Vorschriften: Hier wird das sogenannte direkte Destillationsverfahren angewandt, das sehr aufwendig ist und auch von der Traubenart abhängt.

Sobald der Trester erhitzt wird, steigen die Dämpfe auf und werden abgeleitet, gekühlt und die Flüssigkeit wird in einem Becken gesammelt. Die Destillation wird mehrmals mit verschiedenen Temperaturen wiederholt. Nur so kann am Ende die beste Qualität des Getränks erreicht werden.

Übrigens ist das Handwerk der Herstellung des Grappa keine Erfindung der Neuzeit: Bereits im 11. Jahrhundert brachten Gelehrte die Rezepturen zur Herstellung nach Italien. Was danach damit gemacht wurde ist Geschichte…

Die Erfindung des Grappa in der Familie Marzadro

Die Familie Marzadro ist das beste Beispiel dafür, wie man aus einem destillierten Getränk einen wahren Klassiker zaubert – und das seit 70 Jahren! Dabei war die italienische Familie eine der ersten Brennereien, die sich an die Reifung des Grappa herantrauten.

Schon lange gilt der Grappa nicht mehr, so wie früher, als der„Schnaps der armen Leute“. Es bedarf viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um einen edlen Tropfen aus diesem Destillat herzustellen. Familie Marzadro ist immer auf der Suche nach neuen Veredelungsprozessen. Warum nicht mal mit einem antiken Gefäß? Einer Amphore…

So spannend wie die modernen Ansätze der Familie Marzadro heute sind, so einfach aber eben auch mutig war der Anfang der Destillerie: Ende des Zweiten Weltkriegs traf eine junge Frau, Sabina Marzadro, aus einem kleinen Dorf namens Brancolino in der Bergregion Trentino eine ungewöhnliche und mutige Entscheidung. Ihr Traum war es, aus einer regionalen Tradition ein Familienunternehmen zu machen: mit der Destillation von Grappa. 1949 wurde die Destilleria Marzadro offiziell gegründet.

Eine spannende Familien- und Unternehmensgeschichte, die seit 70 Jahren nicht an Innovation eingebüßt hat. Ein weiteres Aushängeschild der Brennerei sind übrigens die Liköre, die sie herstellen. Auch diese lassen sich wunderbar in einen Cocktail mischen.

Grappa – auch im Cocktail zu genießen!

Die Destilleria Marzadro freut sich, wenn ihr Qualitäts-Produkt auch innerhalb der Cocktail-Community Anklang findet und den ein oder anderen Drink veredelt.

Hier ein paar Cocktail-Rezepte mit Grappa oder Likör zur Inspiration:

- Di Colori Marzadro

  • 2,5 cl Grappa Dicotto Lune
  • 3,0 cl Amaro Marzadro (Kräuterlikör)
  • 3,0 cl Vermut Altolago (Dicotto Lune = 18 Monde)

- Anfora Sour

  • 4,5 cl Anfora
  • 3,0 cl Zitronensaft vom Gardasee
  • 3,0 cl Zuckersirup

- Ginger Olive

  • 4,5 cl Olia del Garda
  • ½ Limette
  • 10 cl Ingwerbier

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite richtet sich ausschließlich an Personen, für die der Kauf und Konsum von Alkohol gesetzlich erlaubt ist (18+).

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